Hexe Amalia und der Zauberspiegel
Die Aula der Grundschule und des Hortes „Albrecht Dürer“ in Halle war rappelvoll an diesem sonnigen Mittwoch im April. Hortkinder, Geschwisterkinder, Eltern und Großeltern warteten gespannt auf das neue Stück der Theatergruppe des Dürerhortes. „Amalia und der Zauberspiegel“ lautete der Titel des märchenhaften Stückes, das die kleinen und großen Zuschauerinnen und Zuschauer in eine Welt voller Abenteuer und Zauberei entführte.
Am Tag der Aufführung wurde es noch einmal spannend für die engagierte Theatertruppe. Eine der Nachwuchsschauspielerinnen war ausgefallen. Eine Horterzieherin sprang spontan für das Kind ein und lernte den Text für die Rolle innerhalb weniger Stunden auswendig.
Inszeniert hat das Stück die Horterzieherin Yvonne Lingel. Sie schreibt Folgendes dazu:
„Der Titel zu dem Theaterstück kam mir Anfang November plötzlich in den Sinn. Ich hatte einen groben Ablaufplan erstellt und mich an dem Märchen „Die Schöne und das Biest“ orientiert. Meine Ideen habe ich den Kindern, die sich für das Theater im Hort angemeldet hatten, präsentiert. Sie haben es mit fantasievollen Ideen ergänzt.
Es sollte zwei liebe Kinder geben und zwei freche Kinder, die in den Wald gelockt werden und die Hexe sie mit in ihr Schloss nimmt und dort sollten sie zu Hexen und Vampiren verwandelt werden. Ein bisschen wie bei Harry Potter oder die Schule der magischen Tiere. Wir haben unsere Ideen aufgeschrieben und ich habe dieses Theaterstück daraus entwickelt. Natürlich konnte ich nicht alles eins zu eins übernehmen, es muss schließlich eine schlüssige Geschichte entstehen.
- Hexe Amalia mit ihrem Zauberspiegel und ihren unfreiwilligen Helfern
- Verhexte Gespenster …
- … und Dorfleute
Im Januar 2026 wurde das fertige Stück an die Kinder verteilt. Wir haben es mit den verteilten Rollen zusammen vorgelesen. Sie waren begeistert und freuten sich auf die erste Probe. Anfang März starteten die Proben, der Kulissenbau teilweise mit den Kindern und der Kostümbau. Gleich zu Beginn ist das erste Kind abgesprungen und zwei Rollen waren noch gar nicht besetzt. Doch innerhalb eines Tages, besetzten engagierte Kinder aus der vierten Klasse die fehlenden Rollen. Wie jedes Mal beim Proben am Nachmittag waren auch in diesem Fall nie alle Kinder anwesend, wegen außerschulischen Aktivitäten oder Krankheitsausfällen. Während die Kinder zu Hause fleißig ihre Rolle auswendig lernten, war unsere Aufgabe am Nachmittag im Hort, das Anfertigen der Kulissen.
Meine Kollegen haben für mein Theaterstück, während ich mich im Krankenstand befand, viele Kartons gesammelt. Aus diesen haben wir zwei Läden gebastelt in der Frontansicht. Einen Krämerladen für die Krämerin und einen Laden für den Uhrmacher. Außerdem haben die Kinder ein großes, grünes Bettlaken mit einer Dorfkulisse bemalt. Und sie haben beim Ausmalen der Kostüme geholfen. Es gibt drei selbstgebastelte Kostüme. Die Krämerin wird zur Teekanne, der Uhrmacher zu einer Standuhr und der Nachtwächter zu einem Kerzenständer. Diese Idee stammt aus dem Märchen „Die Schöne und das Biest“.
- Wechsel des Bühnenbildes während der Aufführung
- Der Saal war rappelvoll.
- Yvonne Lingel nach der Aufführung ihres Stückes
Viele Kollegen haben wieder beim Bemalen der Kulissen geholfen, beim Basteln der Requisiten, waren Ideengeber und haben die Durchführung der Generalproben und des Auftrittes realisiert. Es fanden zwei Generalproben statt. Die erste war eine Technikgeneralprobe, bei der die vorhandenen Headsets den Kindern zugeteilt wurden und, um sie dann am Mischpult richtig einzustellen, damit der Ton zur Aufführung funktioniert. Und die zweite war die Generalprobe mit den fertigen Kostümen, Kulissen und Requisiten vor der eigentlichen Aufführung.
Zum Auftritt am Mittwoch, den 22.04.26 werden wir von drei Kollegen unterstützt. Herr Michnik am Mischpult für den Ton, Herr Bachmeier und Herr Wolf hinter den Kulissen. Sie sind dafür verantwortlich, dass jede Kulisse und jede Requisite auf der Bühne beim Szenenwechsel ihren Platz findet. Unterstützt werden sie dabei von einem Kind aus der vierten Klasse, die beim Theaterstück unbedingt dabei sein wollte, aber nur für den Kulissen- und Requisitenbau und den Kulissenwechsel.
In diesem Theaterstück nehmen elf Kinder aus der Klasse 4 teil. Das ist das letzte große Projekt der „großen“ Kinder, die uns nach den Sommerferien verlassen werden.
Halle, 23. April 2026




