Tierische Begegnungen – Lebensfreude und Aktivierung durch tiergestützte Therapie für Bewohner*innen

Im Rahmen des Projektes besucht eine Therapeutin für tiergestützte Therapie die Seniorenheime der AWO Halle-Merseburg. Sie bringt ihre tierischen Co-Therapeuten mit. Es handelt sich um Hunde, eine Katze, Meerschweinchen und Kaninchen. In jedem Quartal sollen in allen vier Seniorenheimen Besuche erfolgen. Die größeren Seniorenheime besucht die Therapeutin zweimal im Quartal. Insgesamt 28 tierische Besuche kommen so im Jahr zusammen.
Bei der Begegnung mit Tieren werden insbesondere motorische, sensorische, kognitive und sozio-emotionale Bereiche auf spielerische Weise angesprochen, von denen die Bewohner*innen profitieren. Ziel ist es, die Lebensqualität der Bewohner*innen zu steigern, Erinnerungsarbeit zu leisten, die Wahrnehmungsfähigkeit zu unterstützen, soziale Interaktionen zu fördern, Unruhezustände abzubauen und das seelische Wohlbefinden zu steigern.
Die Begegnung mit den Therapietieren findet in Gruppen von bis zu 20 Senior*innen statt. Bettlägerige Menschen besucht die Therapeutin mit einem tierischen Co-Therapeut auf dem Zimmer.
Viele der im Seniorenheim lebenden Bewohner*innen hatten früher selbst Haustiere. Erfahrungen und Studien zur tiergestützten Therapie zeigen, dass sich der Kontakt zu Tieren gesundheitsfördernd auswirkt. Stresserleben und Unruhezustände werden reduziert. Gleichzeitig verbessert sich die soziale Interaktion besonders bei an Demenz erkrankten Menschen. Der Kontakt zu Haustieren hellt die Stimmung auf und weckt die Lebensfreude.