Am Montag, 1. Juli 2019, öffnen sich die Türen der AWO Fachstelle Suchtprävention Saalekreis in Merseburg anlässlich des 10. Geburtstags, zu dem wir Sie herzlich einladen.

  • Wann? Montag, 01.Juli 2019 zwischen 10 und 14 Uhr
  • Wo? AWO Fachstelle Suchtprävention Saalekreis, Sixtistraße 16a, Merseburg

Download Einladung: Flyer 10 Jahre Suchtpräventionsstelle

 innovativ – wirkungsorientiert – kompetent: 10 Jahre Fachstelle für Suchtprävention Saalekreis

Seit Juni 2009 gibt es die Fachstelle für Suchtprävention Saalekreis in Merseburg. Für Schüler*innen, Jugendliche, Fachpersonen, Eltern, interessierte Bürger*innen, Lehrer*innen uvam. entstand damit ein Angebot zur Planung und Umsetzung suchtpräventiver Aktivitäten im Saalekreis.

Die Fachstelle für Suchtprävention befindet sich in Trägerschaft der AWO Erziehungshilfe Halle (Saale) gGmbH und gehört als Projekt zur AWO Suchtberatungsstelle Halle – Saalekreis im Landkreis.  Anteilig wird die Vollzeitstelle durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration und den Landkreis Saalekreis finanziert.

In 10 Jahren wurden von Claudia Hammer über 21.000 Menschen in zielgruppenspezifischen Veranstaltungen erreicht, innovative Präventionsmaterialien entwickelt und aktualisiert, Fachkräfte geschult, nachhaltig wirksame Handlungsempfehlungen und Methodensammlungen veröffentlicht, Bundesmodellprojekte umgesetzt, evaluiert und implementiert.

 

 

Ausgewählte Zahlen:

  • 56% aller Leistungen richteten sich an Multiplikator*innen (8.394): in erster Linie aus den Bereichen Schule (22%), Jugendarbeit (11%), Elementarbereich (6%), Eltern (15%), Verwaltung und Gesundheitswesen (19%), Betriebe (4%), Suchthilfe usw.
  • 36% aller Leistungen richteten sich an Adressat*innen (13.083): Schüler*innen, sowie konsumerfahrene Jugendliche und junge Erwachsene und im Zusammenhang mit der Umsetzung des Programmes Prev@WORK, die Zielgruppe der Auszubildenden.
  • 8% aller Leistungen waren Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit.[1]
  • Deutlich vorherrschende Themen aller Veranstaltungen waren Alkohol (22%), Tabak (14%), Cannabis (11%). In über einem Drittel der Veranstaltungen standen allgemeine Lebenskompetenzen sowie Risiko- und Schutzfaktoren im Vordergrund.

 

Für Wissenstransfer, Sensibilisierung und Motivation von Multiplikator*innen wurden verschiedene Konzepte angewandt. Fortbildungen zum KlarSicht-Parcours, dem Aufklärungsprojekt Cannabis – Quo Vadis, prev@work, Fachveranstaltungen zum Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien sowie der Aktionsraum Prävention führten zur Vernetzung der unterschiedlichsten Arbeitsbereiche. Darüber hinaus wurden im Bereich Kindertagesstätten und Hort pädagogische Fachkräfte im Umgang mit alkoholisierten Eltern sensibilisiert.

Umgesetzte und evaluierte Bundesmodellprojekte

  • 90 Veranstaltungen prev@work für 14 Firmen
  • 14 FreD-Kurse seit 2014 (Frühintervention für erstauffällige Drogenkonsument*innen)
  • 13 durchgeführte KlarSicht-Projekte incl. Multiplikator*innenschulungen
  • 12 Schulungen Cannabis – Quo Vadis für Pädagog*innen
  • Entwicklung und Umsetzung innovativer und in der Region einzigartiger Konzepte, Methoden und Projekte
  • jährliche Aktionen „H2O – sonst KO! – Letzter Regelschultag der Gymnasien“ mit 830 erreichten Abiturient*innen
  • 10 Jahre Projekttag „Lucky Luke raucht nicht mehr“ anlässlich des alljährlichen Weltnichtrauchertages mit 2700 erreichten Schüler*innen an 10 Sekundarschulen
  • 6 Präventionsteams an Schulen mit 135 Veranstaltungen und 5 Workshops
  • 337 erreichte Übungsleiter*innen von Sportvereinen
  • feste Etablierung und Evaluation des „Boxensystems“ (insbesondere Modellprojekt Crystal-Box)
  • 20 Weiterbildungen zum Thema „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ mit 336 Teilnehmer*innen

 

In den 10 Jahren des Bestehens der Fachstelle wurden in 1.139 Veranstaltungen 21.477 Menschen erreicht – davon 13.083 Multiplikator*innen und 8.394 Kinder und Jugendliche.

87 Veranstaltungen (Fachkonferenzen, Infostände, Aktionstage, Präsentationen) dienten der Sensibilisierung von Entscheidungsträgern und der Allgemeinbevölkerung, der Vernetzung und Lobbyarbeit.

Kontinuierliche Gremienarbeit, regionale und überregionale Netzwerkarbeit führten zur Sensibilisierung für Themen der Suchtprävention in vielen Lebensbereichen unter Einbeziehung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Das kommende suchtpräventive Engagement im Saalekreis wird sich weiterhin an den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen aus dem Saalekreis orientieren.

Um eine wirksame, nachhaltige und finanziell abgesicherte Verhaltens- und Verhältnisprävention im Landkreis zu etablieren, braucht es auch weiterhin ein klares Bekenntnis aus der Politik und der Verwaltung. Suchtprävention muss als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gesehen und anerkannt werden. Mit einer personellen Verstärkung der Fachstelle für Suchtprävention im Saalekreis könnte eine flächendeckendere, präsentere und noch wirksamere Suchtprävention initiiert werden.

Die Infos zur Fachstelle können Sie sich auch hier herunterladen: Fact Sheet 10 Jahre FSSP

[1] Interne Statistik und Dot.Sys-Auswertung 02.06.2009 – 31.12.2018