01.07.2022 – Jubiläumsveranstaltung 20 Jahre Interventionsstelle

Am 1. Juli 2022 leuchtete der Hof des Stadtmuseums Halle in flammendem AWO-Rot. Die zahlreich aufgestellten Pavillons kündeten von einer Jubiläumsveranstaltung, die in den Räumen des Museums stattfand. Die Interventionsstelle feierte ihren 20. Geburtstag. Etwa 70 Gäste aus Politik, Verwaltung sowie Kooperationspartner*innen und Kolleg*innen waren der Einladung zur Fachveranstaltung „Das kommt in den besten Familien vor“ gefolgt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit Grußworten verschiedener Akteure, denen die Arbeit der Interventionsstelle am Herzen liegt. Dr. Petra Sitte, Mitglied des deutschen Bundesstages (DIE LINKE) war Schirmfrau des Fachtages. Mario Schwan würdigte die langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit, als Direktor der Polizeiinspektion Halle (Saale) gehört er zu den engen Kooperationspartnern der Interventionsstelle. Auch Hendrik Hahndorf, Geschäftsführer des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt, und Dr. Gaby Hayne, Geschäftsführerin der AWO Halle-Merseburg kamen zu Wort. Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, wandte sich mit einer Videobotschaft an die Gäste.

Im Anschluss an zwei Fachvorträge stellte Silke Voß zwei Jahrzehnte Arbeit der Interventionsstelle in Zahlen und Fakten vor. Fast 20 Jahre lang war sie Einzelkämpferin auf dieser Stelle und führte einen Großteil der 14.720 Beratungen mit von häuslicher Gewalt oder Stalking betroffener Menschen. Seit diesem Jahr wird sie von einer zweiten Mitarbeiterin unterstützt. Nicht nur die Besetzung auch der Name der Einrichtung hat sich geändert. Seit dem ersten Juli trägt sie den Namen „Interventionsstelle Halle (Saale) – Fachberatung bei häuslicher Gewalt & Stalking“.

Wir bedanken uns beim Stadtmuseum für die Unterstützung und Kooperation.


25.11.2021 – Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
Noch immer wird alle 45 Minuten eine Frau Opfer von Gewalt und jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet. Auf dem Marktplatz in Halle mahnen und erinnern wir an diese erschütternden Fakten mit der Fahnenaktion: „frei leben ohne Gewalt“. Wie jedes Jahr zum 25.11. zeigen wir auch in diesem Jahr wieder „Flagge“ anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. Dieser Tag geht zurück auf die Ermordung der drei Mirabel-Schwestern, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Die Schwestern waren im Untergrund an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. Um den Mut der Mirabal-Schwestern zu würdigen, erklärten die Vereinten Nationen im Jahre 1999 den 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich die Situation für Frauen auf vielen Ebenen deutlich verschlechtert. Wegen Homeoffice, Homeschooling und Quarantäneregelungen sind zudem seit 2020 Frauen (und im Übrigen auch die dazugehörigen Kinder) noch stärker als bisher von Gewalt bedroht oder betroffen. Die gestiegenen Fallzahlen – auch in unserer Beratungseinrichtung – zeigen, dass Gewalt an Frauen ein strukturelles Problem ist.Daher muss die Gewalt auf zahlreichen Ebenen effektiv bekämpft werden. Um Gewalt an Frauen (und Kindern) nachhaltig entgegenwirken zu können, ist die verlässliche und stabile Finanzierung von Frauenhäusern, Interventionsstellen und Beratungsstellen für Frauen, für Täterarbeit und Opferberatungsstellen aber auch der Ausbau und die Finanzierung von Präventionsarbeit in Kitas, Schulen, sozialen Einrichtungen und am Arbeitsplatz vonnöten.


Die EDEKA Minden Hannover Stiftung spendete am 5. Oktober 2021 insgesamt 2.500€ an die Interventionsstelle „Häusliche Gewalt & Stalking“ in Halle und Merseburg. Mehr dazu gibt es unter diesem Link: https://www.awo-halle-merseburg.de/spende-interventionsstelle-2021/