Aktuelles

Notfalltaschen für Betroffene von häuslicher Gewalt und Stalking

Am 31. März 2026 stellte der WEISSE RING e.V. Sachsen-Anhalt das Präventionsprojekt „Notfalltasche“ vor. In der Notfalltasche finden Betroffene von häuslicher Gewalt und Stalking neben praktischen Hilfsmitteln wichtige Informationen zu Anlaufstellen und Notfallnummern. Die Tasche ist als Hilfsmittel für den Akutfall gedacht. Im Rahmen eines Pressetermins erhielt auch die Interventionsstelle Häusliche Gewalt und Stalking Halle (Saale) – Fachberatung bei häuslicher Gewalt & Stalking der AWO Halle-Merseburg Notfalltaschen, um Betroffene zu unterstützen. Diese können die Notfalltasche neben der AWO Interventionsstelle auch über den WEISSEN RING sowie das Frauenschutzhaus der Stadt Halle erhalten.
„Initiiert wurde das Projekt unter anderem von Herrn Prof. Dr. Sack, langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter des WEISSEN RINGS und Preisträger des Bürgerpreises „Der Esel, der auf Rosen geht“, heißt es in der Pressemitteilung des WEISSEN RING vom 31. März 2026. „Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld stellte er vollständig für die Umsetzung der „Notfalltasche“ zur Verfügung.“
Die Volksbank Halle (Saale) eG unterstützt das Projekt „Notfalltasche“ im Rahmen einer Patenschaft mit dem WEISSEN RING.

One Billion Rising 2026 – ein Zeichen gegen Gewalt setzen

Am Samstag, 14. Februar 2026, findet ab 11 Uhr vor dem Haupteingang des Ratshofs in Halle (Saale) anlässlich des Protesttages „One Billion Rising“ eine Aktion statt. Mit dem Aufstellen von Schuhpaaren soll symbolisch an jede Betroffene eines in Deutschland verübten Femizides im Jahr 2025 erinnert werden.
Auch die Interventionsstelle Halle (Saale) – Fachberatung bei häuslicher Gewalt & Stalking sowie die LiCHTUNG – Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt der AWO Halle-Merseburg beteiligen sich an der Aktion.

Organisiert wird der Tag von einem Zusammenschluss der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Halle und zahlreichen Frauenprojekten,-initiativen und Unterstützerinnen.
Die New Yorker Künstlerin Eve Ensler initiierte den Protesttag im Jahr 2012. Die internationale Kampagne „One Billion Rising“ fordert ein Ende der seelischen und körperlichen Gewalt an Frauen sowie Gleichstellung und Gleichberechtigung. In den letzten Jahren beteiligten sich daran weltweit Menschen in 200 Ländern.

Download Flyer der Stadt Halle:

One Billion Rising 2026

Aktionstage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen vom 6. bis 28. November 2025 in Halle (Saale)

Vom 6. bis 28. November finden in Halle die Aktionstage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen statt. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am
25. November hisst die Stadt Halle (Saale) vier Fahnen vor dem Stadthaus und positioniert sich damit sichtbar für einen starken Gewaltschutz von Mädchen und Frauen. Die Interventionsstelle unterstützt die geplanten Aktionen. Eine Veranstaltungsübersicht finden Sie auf dem Flyer zum Download:

2025 Flyer Stoppt Gewalt gegen Frauen

Zur Geschichte des 25.Novembers

Dieser Tag geht auf die Ermordung der drei Mirabal-Schwestern zurück, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Die Schwestern waren im Untergrund an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt.

Um den Mut der Mirabal-Schwestern zu würdigen, erklärten die Vereinten Nationen im Jahre 1999 den 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

Jede dritte Frau in Deutschland erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt in der Partnerschaft und jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet.

Um den Frauen und ihren Kindern helfen zu können, sind Netzwerke für von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern wichtige Bausteine, um ein angst- und gewaltfreies Leben zu ermöglichen. Die Arbeitsweise und Zugänglichkeit dieser Netzwerke der Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu rufen, erscheint daher im Rahmen des Aktionstages als maßgebliches Anliegen.

Hilfe und Unterstützung finden Sie:

Frauenschutzhaus Halle                                       0345 444 14 14
Tag und Nacht erreichbar

Beratungsstelle des Frauenschutzhauses Halle

Beratung für Frauen und Mädchen                        0345 444 14 14
bei häuslicher Gewalt und Stalking

Interventionsstelle Halle (Saale)                       0345 68 67 907

Fachberatung bei häuslicher Gewalt & Stalking
Beratung für Frauen und Männer

Lichtung – Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt:  0345 52 300 28

Kinder- und Jugendschutz-Zentrum Halle (Saale): 0345 3881010


1. Juli 2022 – Fach- und Jubiläumsveranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum der Interventionsstelle Halle (Saale) – Fachberatung bei Häuslicher Gewalt & Stalking

Dank positiver Entwicklungen im Bereich Gewaltschutz, werden Opfer von Stalking und häuslicher Gewalt inzwischen besser geschützt als noch vor 20 Jahren. Das ist die gute Nachricht.

Leider schließt das den Schutz betroffener Kinder nicht konsequent mit ein. Das ist die schlechte Nachricht. So wird in Fragen von Sorge- und Umgangsrecht bei zuvor stattgefundenen Gewalt im sozialen Nahraum bisher noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Und auch für erwachsene Opfer häuslicher Gewalt gestaltet sich das Hilfsangebot je nach räumlicher Lage noch sehr unterschiedlich. Interventionsstellen decken mit sehr wenig Personal oft große Flächen ab.

Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich die Situation für Gewaltbetroffene zudem deutlich verschärft. Insbesondere im Süden Sachsen-Anhalts ist ein sehr großer Anstieg an polizeilich gemeldeten Fällen zu verzeichnen.

Wir wollen uns anlässlich des 20-jährigen Bestehens unserer Beratungsstelle daher diesen dringenden und bislang nur ungenügend gelösten Themen widmen. Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme gibt einen Einblick zu Bedarfen und Hilfsangeboten für gewaltbetroffene Frauen vor dem Hintergrund der Istanbul-Konvention. Anhand eines Erfahrungsberichtes besprechen wir die besondere Situation von Frauen mit Kindern hinsichtlich auftretender Schwierigkeiten bei Umgang und Sorge durch den vormaligen Täter und Kindsvater.

Zudem wollen wir ins Gespräch kommen, wie wir vor Ort effektiv und auch präventiv Familiengewalt verhindern können und was für die kommenden Jahre in Sachsen-Anhalt zu tun bleibt.

Die Fachveranstaltung findet am 1. Juli von 10 bis 14 Uhr im Stadtmuseum Halle statt.


25.11.2021 – Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
Noch immer wird alle 45 Minuten eine Frau Opfer von Gewalt und jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet. Auf dem Marktplatz in Halle mahnen und erinnern wir an diese erschütternden Fakten mit der Fahnenaktion: „frei leben ohne Gewalt“. Wie jedes Jahr zum 25.11. zeigen wir auch in diesem Jahr wieder „Flagge“ anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. Dieser Tag geht zurück auf die Ermordung der drei Mirabel-Schwestern, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Die Schwestern waren im Untergrund an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. Um den Mut der Mirabal-Schwestern zu würdigen, erklärten die Vereinten Nationen im Jahre 1999 den 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich die Situation für Frauen auf vielen Ebenen deutlich verschlechtert. Wegen Homeoffice, Homeschooling und Quarantäneregelungen sind zudem seit 2020 Frauen (und im Übrigen auch die dazugehörigen Kinder) noch stärker als bisher von Gewalt bedroht oder betroffen. Die gestiegenen Fallzahlen – auch in unserer Beratungseinrichtung – zeigen, dass Gewalt an Frauen ein strukturelles Problem ist.Daher muss die Gewalt auf zahlreichen Ebenen effektiv bekämpft werden. Um Gewalt an Frauen (und Kindern) nachhaltig entgegenwirken zu können, ist die verlässliche und stabile Finanzierung von Frauenhäusern, Interventionsstellen und Beratungsstellen für Frauen, für Täterarbeit und Opferberatungsstellen aber auch der Ausbau und die Finanzierung von Präventionsarbeit in Kitas, Schulen, sozialen Einrichtungen und am Arbeitsplatz vonnöten.


Die EDEKA Minden Hannover Stiftung spendete am 5. Oktober 2021 insgesamt 2.500€ an die Interventionsstelle „Häusliche Gewalt & Stalking“ in Halle und Merseburg. Mehr dazu gibt es unter diesem Link: https://www.awo-halle-merseburg.de/spende-interventionsstelle-2021/